Optimale Ausbildung: Studieren in Großbritannien

In Großbritannien gibt es einige der weltweit angesehensten und besten Universitäten. Sicher ein Grund, warum kein anderes Land so viele deutsche Studenten aufnimmt wie das Vereinigte Königreich. Weitere Anreize für ein Studium auf der britischen Insel sind die praxisorientierten und intensiv betreuten Unterrichtsstunden, die kurzen Studienzeiten, die vielfältigen Freizeitangebote sowie die große Auswahl an Studienmöglichkeiten.

Britische Hochschulen an der Weltspitze

Das Times World University Ranking listete 29 britische Hochschulen unter die Top 200 aller Universitäten der Welt. Oxford und Cambridge belegten die Plätze sechs und sieben und gehören somit zur Weltspitze. Unter die Spitzenplatzierungen schaffte es hingegen mit der Universität Göttingen auf dem 43. Platz nur eine einzige deutsche Einrichtung. Dennoch sind die britischen Hochschulen generell nicht besser als die deutschen, denn die Qualitätsunterschiede zwischen den Ausbildungsstätten sind im Königreich deutlich größer. Forschungsmittel fließen in Großbritannien vor allem an die renommierten Institute.

Die Universität in Cambridge gehört zu den besten Hochschulen der Welt. (Bild: Andrew Dunn/ WikipediaCC BY-SA 2.0)

Das britische Hochschulsystem

Aufgrund einer besseren Personalausstattung bieten britische Hochschulen mehr Services an. Es gibt deshalb umfangreichere Karriereberatungen, sofortige Hilfe im Sekretariat und problemlose telefonische Erreichbarkeit der Verwaltung.

Anders als in Deutschland gibt es in Großbritannien keine Fachhochulen, sondern nur Universitäten. Wer dennoch lieber einen praxisorientierten Abschluss machen möchte, kann einen Master of Arts anstreben. Theorielastiger angelegt ist hingegen der Master of Science. Häufig gibt es zu einem Fach beide Abschlussmöglichkeiten.

Mit Ausnahme von Schottland dauert der britische Bachelor drei Jahre. Einen Master erhält man in der Regel bereits nach einem Jahr. Im Gegensatz zum deutschen System gliedert sich das Studienjahr nicht in Semester, sondern in Trimester auf.

Der Unterricht ist straff und verschult

An britischen Universitäten geht es wesentlich strenger zu. Für die straff strukturierten Unterrichtsstunden gibt es eine Anwesenheitspflicht. Gerade im ersten Jahr ist das Studium sehr verschult und erst zum Ende des Bachelors haben die Studierenden mehr Freiheiten ihre eigenen Schwerpunkte zu wählen.

Für deutsche Hochschüler sind die vordefinierten Kurse zunächst gewöhnungsbedürftig, ebenso wie die stark auf Reproduktion ausgerichteten schriftlichen Prüfungen. Insgesamt ist das Studium auf dem Inselstaat sehr intensiv, da anders als in Deutschland schon während des Semesters immer wieder Leistungsnachweise zu erbringen sind.

Beeindruckendes Universitätsgebäude in Glasgow. (Bild: Diliff/ WikipediaCC BY 3.0)

Studieren im Vereinigten Königreich ist teuer

Wer sich für ein Studium im Vereinigten Königreich entscheidet und kein Stipendium hat, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Ab dem Wintersemester 2012/13 werden die Studiengebühren erhöht, so dass ein Studienjahr bis zu 9.000 Pfund kosten kann. Etwa die Hälfte aller englischen Hochschulen verlangen den Höchstpreis und keine Universität ist günstiger als 6.000 Pfund.

Schottland, Wales und Nordirland haben allerdings andere Regelungen. In Schottland ist der Bachelor beispielsweise für Schotten und EU-Ausländer gratis, Engländer müssen aber zahlen. Von der Höchstgrenze ausgeschlossen sind die Studiengänge Medizin und Management. Gebühren gehen in diesen Fächern häufig über die üblichen Gebühren hinaus.

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