Das Albert Memorial – Monument des „deutschen“ Prinzen und Zeichen einer glücklichen Ehe

Unter William Cubitt, dem damaligen Lord Mayor (Bürgermeister) Londons, wurde 1862 beschlossen ein nationales Denkmal für Prinz Albert zu errichten. Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, in Deutschland geboren und langjähriger Prinzgemahl von Queen Victoria (die beiden verband eine der wenigen Liebesheiraten unter den zur damaligen Zeit eher üblichen arrangierten Ehen) war 1861 im Alter von 42 Jahren an Typhus gestorben. Nach seinem Tod trug die Königin 40 Jahre lang Trauer, bis auch sie starb. So war es auch Queen Victoria, die über die Gestaltung des hauptsächlich mit Spendengeldern finanzierten Gebäudes entschied. Letztendlich bekam George Gilbert Scott den Zuschlag für den Bau des Monuments. Am 3. Juli 1872 wurde das Albert Memorial ohne besondere Feierlichkeiten enthüllt. Scott wurde für seine Arbeit von der Queen sogar in den Ritterstand erhoben. 1876 wurde eine 4m hohe Statue von Prinz Albert in das Memorial eingefügt. Das 55m große Gebäude im Stadtteil Kensington ist umgeben von 4 verschiedenen Marmorgruppen, die die 4 Kontinente Europa, Asien, Amerika und Afrika repräsentieren (Australien war damals noch Teil des Empire). Jede Gruppe enthält neben einem für den Kontinent typischen Tier völkerkundliche Figuren. Zudem sind an der Basis 169 Lebensgroße Künstler abgebildet.